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Schutzimpfungen: Impfen nützt - Impfen schützt

Zu den wirksamsten Maßnahmen um gesund zu bleiben, gehört der Schutz vor Infektionskrankheiten. Diese waren früher sehr gefürchtet wegen ihrer zum Teil schweren Verläufe und bleibenden Schäden . Dass sie heute kaum noch eine Rolle spielen, ist ein segensreicher und beeindruckender Erfolg der modernen, gut verträglichen Schutzimpfungen. Aus gutem Grund ist dies eine kostenlose Kassenleistung. Dennoch ist bei 50% der Erwachsenen der Impfschutz nicht komplett. Kennen Sie Ihre Immunitätslage? Bringen Sie Ihren Impfpass, wir beraten Sie gerne.

Fit und gesund zu bleiben ist für die meisten der Hauptgrund, warum sie laufen oder joggen. 82% tun dies im Freien, am liebsten im Wald. Vielen ist aber nicht klar, dass sie sich dabei durch Zecken mit Hirnhautentzündung anstecken können. Ganz Süd-Deutschland und auch einige Reiseziele gehören zu den Risikogebieten für FSME. Deshalb empfehlen die Gesundheitsbehörden diese gut verträgliche Impfung und die Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Sex kann Folgen haben

Klar, Kondome schützen: Vor Schwangerschaften und auch vor Geschlechtskrankheiten und anderen Scheidenentzündungen. Aber was tun Menschen, die eine Latexallergie haben? Die Leberentzündung Hepatitis und humane Papillomaviren können auch auf anderen Wegen als beim Sex übertragen werden. Wegen der Unkenntnis darüber verbreiten sich beide Infektionen, die anfang ohne Symptome verlaufen, leider weiter. Und dies, obwohl es gut verträgliche Schutzimpfungen gibt. Jetzt gibt es auch eine vorbeugende Impfung gegen chronische Scheiden-Infektionen, die bis zu 3 Jahren Schutz gewährt.
www.bzga.de

Baby vielleicht - Impfung bestimmt

An Röteln denken die meisten. Weniger bekannt ist, dass Kleinkinder, wenn sie an Keuchhusten erkranken, sich meist bei der eigenen Mutter angesteckt haben. Bei Kinderwunsch und damit das Kind zuhause einen "Nestschutz" hat, ist es deshalb sinnvoll, sich dagegen und gegen Windpocken und Grippe impfen zu lassen. Und natürlich sollten auch alle, die mit den Kleinen nach der Geburt zu tun haben, über einen sicheren Schutz verfügen: Geschwister und Großeltern. Erst recht gilt dies für alle, die sich beruflich mit Kindern beschäftigen wie z.B. Erzieherinnen und Kinderkrankenschwestern.

20 Prozent aller Tumoren sind infektiös bedingt

Aktuelle Zahlen zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Leberkrebserkrankten an der chronischen Leberentzündung Hepatitis leiden. Aber nur 10% wissen, dass sie daran erkrankt sind, weil die Krankheit zunächst völlig symptomlos verlaufen kann. Ähnlich beim Gebärmutterhalskrebs: Ein Großteil wird durch die High-Risk-Typen des Warzen-Virus HPV hervorgerufen. Neben dem Screening und der Behandlung der Vorstufen gibt es nun auch die Möglichkeit der vorsorglichen Impfung, so dass es gar nicht mehr zur Infektion mit diesen Viren kommt.

Trotz dieser vielfältigen Vorteile eines sicheren Impfschutzes für den Einzelnen und die Gemeinschaft gibt es weiterhin Bedenken und Fragen:

  • Man kann trotz Impfung erkranken
    Kein Medikament wirkt bei allen Patienten und keine Impfung schützt alle Geimpften zu 100 Prozent. Aber das Risiko zu erkranken sinkt deutlich und sollte es doch zur Erkrankung kommen, ist der Verlauf längst nicht so dramatisch. Allerdings muss das Impfschema korrekt eingehalten werden, sonst ist der Schutzeffekt unvollständig.
  • Viele Menschen haben diese Infektionskrankheiten doch ganz gut überstanden
    Es stimmt, dass viele Infektionen ganz undramatisch ablaufen, aber das bedeutet nicht, dass sie harmlos sind. Wenn Mumps bei jungen Männern auftritt, kann dies mitunter eine Hodenentzündung mit Fruchtbarkeitsstörungen zur Folge haben. Röteln können bei nicht immunen Schwangeren schwere Fehlbildungen des Ungeborenen hervorrufen. Keuchhusten bekommen Neugeborene meist von ihrer Mutter. Durch eine Impfung lassen sich diese Verläufe in praktisch allen Fällen verhindern.
  • Impfungen verursachen die Erkrankungen, gegen die sie schützen sollen.
    Die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung gibt es nicht mehr. Sie wurde durch eine Vakzine abgelöst, die keine lebenden Viren mehr enthält. Auch andere Impfstoffe enthalten kein ansteckungsfähiges Material mehr oder bestehen aus abgetöteten oder abgeschwächten Erregern.
    Beispiel Masern: Bei einer Masernepidemie erkranken 97 Prozent der ungeimpften Kinder, z.B. an einer Mittelohr- oder Lungenentzündung; eines von 1000 Kindern an der gefürchteten Hirnhautentzündung. Von den Geimpften ist nur eines von 1 Million betroffen.
  • Die meisten Krankheiten, gegen die geimpft wird, treten in Deutschland gar nicht mehr auf.
    Dass Krankheiten wie Kinderlähmung, Masern und Diphterie bei uns selten geworden sind, ist bereits ein Erfolg der Impfprogramme. Die Diphteriewellen in den Nachfolgestaaten der UdSSR waren durch die sinkenden Impfraten dort dramatisch. Im Zuge solcher Epidemien, durch Aussiedler und Migranten und durch den internationalen Reiseverkehr und Urlaube können diese Infektionen auch in Deutschland wieder zum Risiko einer Epidemie führen, wenn die Impfquoten sinken.
  • Ist die Impfung nicht sehr gefährlich? In den Meldungen wurde von Todesfällen berichtet.
    Die Frage, ob und welche Nebenwirkungen bei Impfungen auftreten, wird penibel beobachtet. Alle Ereignisse, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Impfung auftreten, sollen gemeldet und untersucht werden. Dann wird geprüft, ob es einen ursächlichen Zusammenhang gibt, für den die Impfung verantwortlich ist, oder ob das Ereignis auch sonst zu dieser Zeit aufgetreten wäre. Letzteres konnte für die Todesfälle im Zusammenhang mit der HPV-Impfung sicher klargestellt werden.
  • Das Durchmachen von Krankheiten ist für eine normale Entwicklung wichtig
    Unser Immunsystem muss sich täglich mit Hunderten von Erregern auseinandersetzen. Auch die Impfung stellt für unser Abwehrsystem einen Stimulus dar und trainiert das Immunsystem. Insofern wäre es unplausibel, wenn sich geimpfte Kinder schlechter entwickeln, als ungeimpfte. Die Schutzimpfungen richten sich gegen rund ein Dutzend besonders gefährlicher Erreger, die ohne Impfschutz zu sehr schweren Verläufen und bleibenden Schäden führen können.
  • Noch Fragen?
    Weitere Informationen zum Thema Impfen gibt es unter:
    www.rki.de Robert Koch Institut
    www.pei.de Paul Ehrlich Institut
    www.impfen-aktuell.de
    www.wikipedia.de
    und auf den Homepages der einzelnen Krankenkassen.