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16.06.2022

eRezept - Technik noch unausgereift

 

Der Berufsverband BVKJ appelliert an alle niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, sich nicht an den Tests zum elektronischen eRezept zu beteiligen.
Die Technik sei völlig unausgereift und in der jetzigen Form nicht praxistauglich , heißt es in dem am vergangenen Samstag veröffentlichten Aufruf.

Ab 1. September soll die Telematikstruktur erprobt werden. Dagegen regt sich Widerstand bei den niedergelassenen Ärzten, für welche dieses Projekt „kein Grund zur Freude, sondern eine erschreckende Nachricht“ sei.
Der Berufsverband BVKJ erklärt, dass die Praxen jetzt schon am Limit seien und sich eher nach Entlastung sehnen als ihre Praxen mit unausgereifter und störanfälliger Versuchs-EDV zu belasten.
Es sei unverständlich, weshalb in Zeiten von Versorgungsengpässen, Nachwuchs- und Personal-Mangel und allgemeiner Überlastung der Praxen ausgerechnet jetzt ein Experimentierfeld für die Industrie aufgemacht werden soll.

Laut Gesetz müssten zwar alle Praxen, die technische dazu in der Lage seien, das digitale Rezept ab einem bestimmten Stichtag zu nutzen, allerdings könne jede Praxis selbst beeinflussen, wann sie die technische Freischaltung einführt.

„Ärztinnen und Ärzte entscheiden also selbst, wann die Einführung stattfindet und sollten tunlichst vermeiden, als Versuchskaninchen für noch nicht ausgereifte Technologie zur Verfügung zu stehen“ erklärt der Berufsverband.

Da es derzeit noch kein praxistaugliches eRezept gibt (!), sorgt „jede Ärztin und jeder Arzt, der diese Scheininnovation nicht nutzt, dafür, dass die Industrie ein Produkt weiter entwickeln muss, bis am Ende wirklich eine Vereinfachung erreicht wird und ein anderes, den Ärzten und Patienten wirklich dienendes Projekt eine Chance erhält.“

Dieser Aussage schließt sich unsere Praxis an und wir verweisen auf unsren Eintrag hier auf NEWS vom 21.10.2021, bei dem wir insbesondere auf die datenschutzrechtlichen Probleme hingewiesen hatten.