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Schwangerschaft

Partnerschaft

Schwangerschaft und Geburt verändern jede Beziehung. Die Geburt eines Kindes ist eines der am wenigsten verstandenen Momente im Zusammenleben jeden Paares, hier kommt es zu einschneidenden Veränderungen zwischen den Partnern und nicht so selten auch zu einem emotionalen Riss.
Es ist ein Phänomen, dass unserer Gesellschaft für diese wichtige Frage eindeutig ein angemessenes Bewusstsein fehlt. Und es ist weiter erstaunlich, wie selten diese Frage in den Schwangerschafts-Vorbereitungskursen angesprochen wird.


Schwangerschaft

Wenn eine Frau schwanger wird, dann ändert sich in ihrem Körper so ziemlich alles – von den Hormonen, über die Haut, bis zu den Gefühlen, die oft Achterbahn mit ihr fahren. Plötzlich findet sie sich in einem Netz von Vorschriften wieder: sie soll nicht mehr rauchen und trinken, dieses oder jenes nicht mehr essen, nicht mehr schwer heben usw. Alles dreht sich hauptsächlich darum, dass die Schwangere sich rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst gegenüber dem werdenden Leben verhalten soll.

Und schließlich: Schwangere nehmen zu. Heute dreht sich im Leben einer Frau so viel um die Schönheit ihres Körpers und nun werden auf einmal alle Ansprüche an ihr Schönheitsideal in Frage gestellt. Sie soll sich auf vielen Gebieten zurück nehmen, Einschnitte in der beruflichen Entwicklung akzeptieren - und das soll ihr auch noch ganz leicht fallen.

Und die werdenden Väter? Hatten sie sich schon bisher wenig mit dem Innenleben ihrer Frau befasst, so sind ihnen die Gefühlsschwankungen ihrer Frau nun noch fremder, geradezu befremdlich. Monatelang ist bei der Partnerin äußerlich nichts zu sehen, geschweige denn, dass es für die Männer selbst etwas zu fühlen gäbe. In ihrem Körper ist alles wie immer: es wird ihnen nicht schlecht, sie haben keine Übelkeit, keine Hormonschwankungen, kein Wasser in den Beinen und keine Schlafstörungen. Die Männer leben weiter wie bisher.

Geburt

Den Höhepunkt findet diese ungleiche Verteilung der körperlichen und seelischen Wahrnehmung bei der Geburt: Frauen erleben mit den Wehen die unvorstellbarsten Momente ihres Lebens.
Der Mann ist bei dem, was seine Frau existentiell empfindet, außen vor. Er kann all das nicht fühlen - nur sehen, dass da etwas Unvorstellbares und Beängstigendes mit seiner Frau passiert. Männer sind es gewohnt zu handeln und zu entscheiden. Während der Geburt können sie nichts tun, machen oder beeinflussen – nur dabei sein und mitfühlen.
Hier begegnen sich weiblicher Schmerz und männliche Ohnmacht. In diesen Stunden trifft man kaum auf Schönheitsköniginnen oder mutige Helden, hier ist völlige Hingabe gefordert, hier bedarf es tiefen Mitgefühls für die jeweilige Ausnahmesituation des anderen. Die Geburt kann für viele Paare auch die Geburt wahrer Liebe werden.

Neugeborenes

Das Erste was das Neugeborene tut: Es schreit, und dann hat es meist Hunger. Vom ersten Moment an ist dieser kleine Mensch bedürftig, fordert bedingungslos körperliche, seelische und gefühlsmäßige Hingabe. Wenn ein Baby schreit, dann mit dem ganzen Körper und wenn es lacht, dann gluckst das ganze Kind. Kleine Kinder fragen auch nicht, sie sind einfach so wie sie sind und sie fordern unmittelbaren körperlichen Kontakt und absolute Zuwendung.

Es ist erstaunlich, dass es in unserer Gesellschaft nur wenig Bewusstsein dafür gibt, dass diese lebendige Ur-Kraft eines Kindes eine der stärksten Herausforderung für jede Beziehung ist. Eltern wollen den Kindern alles geben, müssen aber feststellen, dass sie in manchen Bereichen zu wenig haben. Und so konfrontieren Neugeborene ihre Eltern mit deren eigenen Mängeln und Defiziten. Da, wo diese im eigenen Leben zuwenig echte Liebe erfahren haben, können sie diese auch nicht weitergeben. Tief in ihrem Inneren fühlen sie sich dann schuldig und geraten in die Gefahr, sich hinter Arbeit und Pflichten zurückzuziehen auf Abstand und Distanz zum Partner zu gehen, sich fremd zu werden, fremd zu gehen.

Unter den Gründen, warum Paare sich scheiden lassen, rangieren unter Position drei die Veränderungen nach der Geburt des ersten Kindes. Durch die Geburt eines Kindes kommt es in vielen Ehen zu einem emotionalen Riss zwischen den Partnern, sie ist einer der am wenigsten verstandenen Momente im Eheleben.

Kinder sind Hoffnungsträger und Spiegel einer Beziehung.
Sie haben eine unglaubliche Kraft, sie verändern jede Beziehung.

Deshalb ist es erstaunlich, wie selten diese Frage in den Schwangerschafts-vorbereitungskursen angesprochen werden.