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Tabu-Themen-Übersicht

Blähungen

Bei Gesprächen auf Partys oder im Supermarkt ist es vollkommen in Ordnung, über Krankheiten wie z.B. einen überstandenen Herzinfarkt, zu reden oder sich über andere gesundheitliche Störungen zu erkundigen. Völlig undenkbar ist es aber über Blähungen, Hämorrhoiden und hartnäckige Verstopfungen zu reden.

Diese sind klassische Tabu-Themen. Das war jedoch nicht immer so: Im Mittelalter hat man ganz ungeniert über den Stuhlgang geredet.

Blähungen sind Darmwinde, also eingeschlossene Luft im Darm. Der Bauch wird oft geradezu ballonartig aufgebläht und es entstehen die übelriechenden Darmwinde. Es ist grundsätzlich ganz normal, dass bei der Verdauung Gase entstehen. Zum Problem werden sie nur, wenn sich zu viele bilden.

In den meisten Fällen sind blähende Speisen Schuld daran, oft auch ein Überkonsum von Zucker und Getränken mit hohem Anteil an Kohlensäure. Bei vielen Menschen entstehen Blähungen durch zu hastiges Essen und Trinken; aber auch beim eifrigen Reden während der Mahlzeit gelangt viel Luft in den Magen. Mangelnde Bewegung verstärkt die Blähungsneigung. Blähungen können aber auch die Folge einer Nahrungsmittelallergie oder -Unverträglichkeit sein, zum Beispiel gegen Milchprodukte oder Klebereiweiße im Getreide. Darüber hinaus gibt es auch seelische Ursachen: Stress, Ärger, Ängste und depressive Verstimmungen können die Darmtätigkeit stören.

Daraus ergibt sich auch schon, wie man das Problem angehen kann: langsam essen und darauf achten, dass man blähende Speisen wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Müsli, Feigen Vollkornbrot oder Rettich vermeidet. Wichtig ist regelmäßige körperliche Bewegung. Altbewährte Hausmittel für die äußerliche Anwendung sind Apfelessig, Dillsamen, Pfefferminz- und Basilikumöl, Salbeitee und die klassische Wärmeflasche.

Wenn all das keinen Erfolg bringt, sollten Sie allerdings den Arzt aufsuchen.
www.zentrum-der-gesundheit.de/darmerkrankung.html



Hämorrhoiden

Jeder Dritte in Deutschland ist davon betroffen. Unsere moderne Lebensweise ist eine der Hauptursachen: man geht weniger zu Fuß, sitzt den ganzen Tag am Arbeitsplatz und zu Hause. Die Folge dieses Lebensstils ist eine Blockade im Darm. Etwas vereinfacht kann man sagen: Hämorrhoiden sind nichts anderes als Krampfadern im und am Po.

Eine wichtige Ursache ist auch falsche Ernährung, wie beispielsweise ballastarme Nahrungsmittel, wenig Obst und Gemüse. Natürlich spielt bei einer Hämorrhoidenstörung auch eine angeborene Bindegewebeschwäche eine große Rolle. Jede(r), der an einer Venenschwäche leidet, hat auch ein erhöhtes Risiko, ein Hämorrhoidenproblem zu bekommen.

Ein bewährtes Hausmittel ist die Apfelkur, bei der man jeden Tag einen Viertelliter Apfelmost oder naturtrüben Apfelsaft trinkt. Außerdem haben sich Sitzbäder mit Eichenrinden- oder Zinnkrauttee bewährt, heiße Kompressen mit Schafgarbentee und Kamille, Ringelblumensalbe, Zäpfchen und Salben aus dem Blatt des Hamamelisbaumes. Eine absolute Voraussetzung für regelmäßigen und leichten Stuhlgang und zur Verhinderung der Verstopfung ist Bewegung: Regelmäßiges Laufen hilft ebenso wie Fahrradfahren (am besten natürlich in freier Natur, aber auch auf dem Trimmrad zu Hause oder im Fitnessclub).

www.faktu-akut.de



Verstopfung

Dies ist das klassische Tabu-Thema, mit dem man sich in jeder Unterhaltung ins gesellschaftliche Aus manövrieren würde. Die davon Betroffenen haben oft viele Hausmittel und Ernährungstricks ohne Erfolg angewendet. Aus Scham wird oft auch nicht mit dem Arzt darüber gesprochen. Dies sollte bei hartnäckigen Fällen aber gemacht werden - zur Abklärung. In vielen Fällen ist es aber sinnvoll, zunächst Hausmittel oder Naturmedizin einzusetzen.

Grundsätzlich lohnt es sich immer, seinen Speiseplan zu überdenken: Die meisten Menschen trinken viel zu wenig Wasser oder ungesüßte Tees. Unser Darm braucht regelmäßig reichlich Flüssigkeit und insbesondere Senioren müssen darauf achten, weil sie oft kein Durstgefühl mehr haben und das Trinken vergessen.
Noch eine Goldene Regel: Gut gekaut ist halb verdaut. Sehr wichtig für einen gut funktionierenden Darm ist das Frühstück. Im Grunde genommen ist es die wichtigste Mahlzeit des Tages. Bei manchen bringt es enorm viel für die Verdauung, wenn sie die Ernährung auf Vollkornprodukte umstellen, allerdings kann die Umstellung oft erhebliche Beschwerden machen.

Es wurde auch nachgewiesen, dass ausreichende Bewegung (7000 Schritte am Tag) und regelmäßiges Seilhüpfen helfen, die Verdauung zu verbessern und Verstopfungen zu besiegen.

Neben den alten Hausmitteln, ballaststoffreicher Ernährung, Gymnastik und Sport sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr kann es auch hilfreich sein, schonende Abführmittel zu verwenden, die man in drei große Gruppen einteilen kann:

  1. Füll- und Quellmittel: Dazu gehören Weizenkleie, Leinsamen und Zellulosederivate. Ihr Vorteil ist, dass sie nur im Darm wirken, aber nicht aufgenommen werden. Damit lassen sich Nebenwirkungen vermeiden.

  2. Osmotisch wirkende Mittel: Die Wirkung dieser Abführmittel beruht darauf, dass aus dem Kreislauf Flüssigkeit abgezogen und dem Darm zugeführt wird. Dadurch vergrößert sich das Speisebreivolumen, was wiederum die Darmtätigkeit anregt. Hier ist es also sehr wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den Verlust aus dem Gewebe auszugleichen. Von einer Daueranwendung ist abzuraten.

  3. Hydragoge-Laxanzien: Es gibt schleimhautreizende Präparate, die als Tees, Dragees, Fruchtwürfel und Zäpfchen verabreicht werden. Sie werden aus Sennesblättern, Faulbaumrinde und Aloe vera gewonnen. Dadurch, dass die Darmwellen beschleunigt werden, wird die Eindickung des Darminhaltes gehemmt, was zur abführenden Wirkung führt - es kann aber auch zu entzündlichen Veränderungen kommen, denn der Darm wird bei diesem Vorgang gereizt.

Moderne Abführmittel beruhen auf dem Wirkstoff Bisacodyl und es wirkt abführend, da es von natürlichen Enzymen, die im Dickdarm vorkommen, gespalten wird. Die glatte Darmmuskulatur wird direkt zum Zusammenziehen angeregt und der Wassertransport von der Gewebsseite zum Darm hin wird erleichtert. Dem Kreislauf wird keine lebenswichtige Flüssigkeit entzogen und es kommt zu einer Steigerung der gesamten Darmsekretion. Das Volumen des Darminhaltes wird vermehrt und die Darmbewegungen werden direkt und indirekt angeregt: ohne Reizung oder Entzündung der Darmschleimhaut. Auch hierbei muss als Begleitmaßnahme zusätzlich reichlich Flüssigkeit getrunken werden. Die strenge amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dieses Prinzip als unbedenklich und sehr gut eingeschätzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen: Zäpfchen, Dragees oder Tropfen.